28. Februar 2020

Sauerei, was mit den Galgos passiert…

Redaktions-Kater Paulchen ist ein Kämpfer für die Gerechtigkeit. In seiner Kolumne "Paulchen zeigt Krallen" setzt er sich für die Rechte von Zwei- und Vierbeinern gleichermassen ein.

Redaktions-Kater Paulchen – © Grafik: Benedikt Bergenthal

 

Liebe Tierfreunde, ist das nicht eine Riesensauerei, was derzeit wieder in Spanien mit vielen Galgos passiert!?! Die Windhunde werden dort für die Hasenjagd eingesetzt. 

Mit bis zu Tempo 70 jagen sie den „Mümmelmännern“ hinterher und bringen sie für ihr Herrchen zur Strecke. Jetzt – Ende Januar – ist die Jagdsaison aber vorbei. Dann beginnt Jahr für Jahr für rund 50.000 Galgos (!) eine unfassbare Leidenszeit.

Die armen Hunde werden von den herzlosen Jägern einfach aussortiert, weil sie mit vier oder fünf Jahren zu alt für die Jagd sind. Tausende der armen „Viecher“ landen in den spanischen Tierheimen – wenn sie Glück haben. Andere werden einfach ausgesetzt, gequält, kaum gefüttert oder sogar von ihren Herrchen umgebracht, weil sie das Futter bis zur nächsten Jagdsaison, die im Oktober beginnt, sparen wollen.

Gequält und ausgemergelt, dieser arme Gallo, der zum Glück gerettet werden konnte © change.org

Wenn ich so etwas höre, stellen sich bei mir die Nackenhaare hoch und ich könnte die Krallen ausfahren. Wie grausam könnt Ihr Menschen doch sein! Galgos können bis zu 15 Jahre alt werden. Aber bei den Hasenjägern trifft man keinen der schnellen Vierbeinern an, der älter als vier oder fünf Jahre ist. 

Engagierte spanische Tierschützer kämpfen seit langem für ein Verbot der Hasenjagd mit Galgos. Spanien ist übrigens das einzige EU-Land, in dem diese Art der Hetzjagd überhaupt noch erlaubt ist.

Vermutlich werden sich die Jäger wieder auf die alten Jahrhunderte alten Traditionen berufen, wie es die Befürworter des blutigen, feigen Stierkampfes auch tun. Ich drücke jednefalls den Tierschützern ganz fest alle Pfoten, dass sie endlich ein Verbot der Hetzjagd mit Windhunden durchsetzen. Dann werden auch sicher nicht mehr „ohne Rücksicht auf Verluste“ Galgos als „Wegwerfware“ gezüchtet.

Den Mitgeschöpfen, die jetzt in den Tierheimen sitzen oder herrenlos und hungrig durch die spanische Landschaft streunen, wünsche ich von Herzen, dass sie liebevolle Frauchen und Herrchen finden, die ihnen ein schönes, sicheres Zuhause und eine artgerechte Zukunft schenken.

In diesem Sinne

Euer Paulchen

 

Galgos sind elegante Windhunde, die bis zu 70 Stundenkilometer schnell laufen können © galgo-hilfe

Weitere Infos:

www.change.org

www.tierschutz-shop.de

www.galgo-hilfe.de

 

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