19. Februar 2020

Charity-Kunst-Auktion: Countdown…

Zum ersten Mal haben mit Christian von Grumbkow, Hans-Jürgen Hiby und Leif Skoglöf drei renommierte, bildende Künstler den Verein "WUPPERTAL HILFT! e.V." tatkräftig unterstützt und Kunstwerke für eine Benefiz-Auktion zur Verfügung gestellt. Das 12. Charity-Festival zugunsten der Kinder-Tafel Vohwinkel fand mit großem Erfolg am Samstagabend (15.02.) in der Unihalle statt. Auch Sie können helfen: Steigern Sie mit für die gute Sache, bieten Sie mit, für drei außergewöhnliche Werke von drei Wuppertaler Künstlern, die sich weit über die Bergische Metropole hinaus einen klangvollen Namen geschaffen haben.

Moderator Michael Brockordt (l.) interviewt die Wuppertaler Künstler auf der Bühne (v.l.) Leif Skoglöf, Hans-Jürgen Hiby und Christian von Grumbkow – © Taro Kataoka

 

Die drei Künstler wurden während des Festivals von Moderator Michael Brockordt auf der Bühne interviewt. Alle drei erklärten, dass sie keine Sekunde überlegten mussten, als sie gefragt wurden, ob sie ihren Beitrag für die gute Sache leisten würden.

Christian von Grumbkow erklärte während der Veranstaltung  im Interview mit Moderator Michael Brockordt auch stellvertretend Für seine beiden Künstler-Kollegen : „Wir haben im Moment schwierige Zeiten, da muss man nur die Nachrichten einschalten. Es ist derzeit nicht ganz einfach, guter Hoffnung zu sein. WUPPERTAL HILFT engagiert sich schon viele Jahre für die gute Sache. Das finde ich sehr gut. Als ich gefragt wurde, habe ich sofort zugesagt. Wir haben gemeinsam das Bild ‚Hoffnung‘ ausgesucht. Ich habe Hoffnung und ich glaube, wir  alle hoffen, dass es wieder bessere Zeiten gibt. Und wenn es gerade nicht so gut läuft, dann zusammen zu stehen und denjenigen zu helfen, denen es nicht so gut geht, das findet ich super.“

Der Bildhauer Hans-Jürgen Hiby stellte die 2005 geschaffene Skulptur „Kleiner Torso“ (Material: Ahorn  – Maße: 54 x 44 x 22 cm – Gewicht: 11,5 kg) zur Verfügung, der Maler Leif Skoglöf das Acryl-Gemälde „Freude“ (Maße 70 x 70 cm), der Maler und frühere Musiker („Hoelderlin“) Christian von Grumbkow steuerte das Bild  „Hoffnung“ (Acryl – Maße: 60 x 80 cm) bei.

 

BISHER GEBOTEN:

Christian von Grumbkow – Stichwort „Hoffnung“ – 500 € – Martina S.

Hans-Jürgen Hiby – Stichwort „Kleiner Torso“ – 210 € – Hartmut A.

Leif Skoglöf – Stichwort „Freude“ – 500 € – Gerhard R.

 

Weiterbieten unter wh.kunst.auktion@gmail.com

 

Stefan Mageney, 1. Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins „WUPPERTAL HILFT!“: „Ich freue sehr, dass wir diesmal erstmals auch drei bekannte bildende Künstler aus Wuppertal dafür gewinnen konnten, sich auf beeindruckende Weise für unser Benefiz-Festival zu engagieren.“

Das Acryl-Gemälde „Hoffnung“ von Christian von Grumbkow – © WUPPERTAL HILFT!

 

Hier die Spielregeln der „Charity-Kunst-Auktion“

 

Unter der E-mail-Adresse wh.kunst.auktion@gmail.com können mit dem jeweiligen Stichwort Gebote abgegeben werden.

Christian von Grumbkow: Stichwort „Hoffnung“

Hans-Jürgen Hiby: Stichwort „Kleiner Torso“

Leif Skoglöf: Stichwort „Freude“

Mindestgebot für jedes der drei Kunstwerke: 150 €

Danach kann in Schritten von 15 € weiter geboten werden.

Die jeweiligen Höchstgebote werden täglich auf den Online-Portalen www.wuppertal-hilft.de und www.diestadtzeitung.de veröffentlicht

Die WUPPERTAL HILFT!-Charity-Auktion läuft bis zum 29.02 um 24 Uhr. (Der Rechtsweg ist ausgeschlossen)

Der Ersteigerer des jeweiligen Kunstwerkes wird nach Ablauf der Online-Auktion informiert und das Procedere der Übergabe abgestimmt. Allen viel Glück!

 

Die Skulptur „Kleiner Torso“ von Hans-Jürgen Hiby – © WUPPERTAL HILFT!

 

Die Lebensläufe der Künstler

 

Christian von Grumbkow: Ein Komponist der Farben

Er ist ein Komponist der Farben. Christian von Grumbkow, ein Künstler der sich weit über Wuppertal hinaus einen Namen geschaffen hat. Als Maler und als Musiker. Als Gründer und Gitarrist der Art-Rock-Gruppe „Hoelderlin“ (1970 – 1977) malte er noch Klangbilder, spielte gemeinsam mit Bands wie den „Scorpions“ auf großen Festivals. Alben wie „Clowns & Clouds“ oder „Rare Birds“ ließen die Musik-Welt aufhorchen. Die Gitarre stellte von Grumbkow schon vor Jahren zu Gunsten von Pinsel, Leinwand und Farben in die Ecke.

Der ehemalige Dozent der berühmten Kunsthochschule Folkwang in Essen drückt sich und seine Gefühle nur noch mit dem Pinsel aus und schafft beindruckende Farbkompositionen. Und das, ohne eine nebulöse, mystische Aura um sich aufzubauen. „Ich male keine Botschaft, keine Gedanken, ich male Farbe“, lautet Christian von Grumbkows einfaches und schlichtes Erfolgs-Geheimnis. 

Kunst-Liebhaber in ganz Europa und in Amerika lieben die Farbenspiele des junggebliebenen 73 Jahre alten Künstlers. Privatleute und Unternehmen kaufen seine Bilder. Besucher bestaunen immer wieder sein 12 Meter langes Werk „Apassionata“, das im Foyer der Barmenia-Hauptverwaltung förmlich erstrahlt. 

Weitere imposante Grumbkow-Kunstwerke werten die riesigen Flure des Versicherungs-Sitzes auf. „Lebens-Ströme“ nennt der Wuppertaler sein 10 x 6 Meter großes Bild, das den Eingangsbereich der Volkswohlbund-Versicherung in Dortmund über drei Etagen dominiert. Im neuen „Theater am Engelsgarten“ glänzt der kreative Kopf mit drei großflächigen Glasmalereien. Und im Süden der Republik finden sich inzwischen immer mehr Arbeiten des Wuppertalers im öffentlichen Raum, in Hotels, Banken und Firmenfoyers. www.grumbkow-colors.de

„Freude“ – das Acryl-Bild von Leif Skoglöf – © WUPPERTAL HILFT!

 

Hans-Jürgen Hiby: Kunst mit der Kettensäge

 

Mit seinem Charakterkopf würde Hans-Jürgen Hiby ganz sicher auch als Darsteller bei den Passionsfestspielen in Oberammergau eine gute Figur abgeben. Der 78 Jahre alte Künstler strotzt er nur so vor Vitalität. Seine Kunstwerke aus Holz und Stein verlangen ihm aber auch körperlich alles ab.

Mit zehn Kettensägen unterschiedlicher Größe bearbeitet er meterdicke Baumstämme. So entstehen die Rohlinge für seine Skulpturen wie „Der letzte Tanz?“, eine Hommage an die Tanztheater-Chefin Pina Bausch. Den letzten Schliff erhalten Hibys Skulpturen allerdings durch Schnitzwerkzeuge, Schleifmaschinen und per Hand durch Schmirgelpapier. „Meine Frau Doris nennt mich schon den Kettensägen-Mörder, weil ich schon so viele Kettensägen auf dem Gewissen habe“, erzählt das Wuppertaler Urgestein. 

Der Wuppertaler studierte Kunsterziehung in Düsseldorf, Bonn und Mainz. Ein Jahr besuchte er zudem die Meisterschule des berühmten österreichischen Bilderhauers Prof. Fritz Wotruba in Wien. Doch trotz aller Zukunftsperspektiven als Künstler blieb er auf dem Teppich: „Ich habe bei einem Kommilitonen miterlebt, dass er von der Kunst nicht leben konnte. Deshalb bin ich zurückgekehrt und habe mein Kunsterzieher-Studium abgeschlossen.“

Hiby wurde Referendar an einem Gymnasium in Remscheid. 1970 wechselte er als Kunsterzieher ans Gymnasium an der Sedanstrasse in Wuppertal. Dort ging er 2003 als Oberstudienrat für Kunst in Pension. „Meine Festanstellung als Lehrer hat dafür gesorgt, dass ich bis heute nicht von meiner Kunst leben muss.“ Rund 100 große Skulpturen hat er bislang in seinem Atelier, einer ehemaligen Textil-Werkstatt, in der seine Eltern noch Klöppelspitzen in Lohnarbeit hergestellt hatten, geschaffen. www.hiby-skulpturen.de

 

Bildhauer Hans-Jürgen Hiby (l.) mit Stefan Mageney, Vorsitzender von WUPPERTAL HILFT! und dem Kunstwerk „Kleiner Torso“ – G Foto: WUPPERTAL HILFT!

 

Leif Skoglöf: Happy-end in Wuppertal

 

Leif Skoglöf kam am 28.11.1949 in Enköping (Schweden) zur Welt. Schon früh offenbarte er zwei Leidenschaften hatte: Sport und Malen. Der Künstler, der seit 1983, abgesehen von einem Abstecher nach Schwelm, in Wuppertal lebt und arbeitet: „Schon im Kindergarten war ich der Beste. Immer wenn es etwas zu malen gab, musste ich ran, ob es jetzt um Einladungen fürs Sommerfest ging oder um selbstgemalte Weihnachtskarten.“

Leif Skoglöf (70) studierte an der renommierten Kunstakademie Stockholm. 1.000 Bewerber gab es für die Studienplätze, nur sechs wurden angenommen. Leif Skoglöf war dabei. Stolz ist der sympathsiche Maler auch auf sein Stipendium für ein Kunststudium an der angesehenen Yale University (US-Staat Connecticut) im Bereich Malerei – Grafik – Zeichnung.

Werke von ihm hängen mittlerweile im Nationalmuseum Stockholm (Schweden), im Modern Museum of Art in Västeras (Schweden), in der Schwedensammlung der Kunstsammlung NRW „K20 K21“ (Düsseldorf) und in vielen öffentlichen Einrichtungen in Schweden und Deutschland. Seit 1975 stellt Leif Skoglöf regelmässig in Scheden, Belgien und Deutschland aus.

In Wuppertal ist er seit über 30 Jahren fest verwurzelt. Der Künstler hat an der Wupper auch sein privates Glück gefunden. Eines Tages meldete sich nämlich die Innenarchitektin Katja Fiedler, Mutter von drei Söhnen, in seiner Malschule an. Es entwickelte sich eine Love-Story mit Happy-end. Seit dem 27.03.2015 sind Leif und Katja glücklich verheiratet – nach 13 Jahren Probezeit.

Leifs Glück ist fast perfekt – nur die Gesundheit spielt ihm immer wieder einmal einen Streich. Leif Skoglöf hat bereits drei Herzinfarkte hinter sich – Folgen einer Erkrankung, die er von seinen Eltern geerbt hat. www.skogloef.de

Der Maler Leif Skoglöf mit WUPPERTAL HILFT!-Vorstandsmitglied Anja Käppner-Herzog und dem Kunstwerk „Freude“ – © Foto: WUPPERTAL HILFT!

www.wuppertal-hilft.de

www.kinder-tafel-vohwinkel.de

 

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