11. Februar 2020

Sehnsucht, Melancholie und Leidenschaft

Die russische Seele steht im Mittelpunkt des 06. Sinfoniekonzerts des Sinfonieorchesters Wuppertal am Sontag (16.02. - 11 Uhr ) und am Montag (17.02. - 20 Uhr) in der Historischen Stadthalle. Unter der Leitung von Dirigent Gabriel Feltz werden Werke von Sergei Rachmaninow und Reinhold Gliére gespielt. Für den stimmungsvollen und opulent-dramatischen Auftakt in den Konzertabend sorgt allerdings Ludwig van Beethoven "Leonoren"-Overtüre Nr. 3


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Dirigent Gabriel Feltz – © Foto: Marko Djokovic

 

Düster-melancholisch kommt Rachmaninows 3. Sinfonie daher mit einer gehörigen Portion spätromantischer Heimatverbundenheit. Wiederkehrende Melodien umgeben ein dunkles Geheimnis, das dieser Sinfonie innezuwohnen scheint.

Rund 30 Jahre sollten nach Sergei Rachmaninows 2. Sinfonie vergehen, bevor er sich der 3. Sinfonie widmete. Um den Wirren und Folgen der Oktoberrevolution zu entgehen, verließ er 1917 Russland und fand in der gelobten Neuen Welt Zuflucht.

Die Erfahrungen der Kriegsjahre und der Revolutionszeit waren traumatisch für ihn. In den USA verdiente er zuallererst als Klaviervirtuose das nötige Geld, um seine Familie zu versorgen. Während er als Pianist Erfolge feierte, legte er als Komponist eine Kunst- und Schaffens-Pause ein.

Erst in den 1930er Jahren, als er in der Schweiz ein Anwesen käuflich erwarb, begann er wieder zu komponieren und 1935 wagte er sich an seine 3. und letzte Sinfonie, die er am 30. Juni 1936 vollendete.

So wie Rachmaninow ein Leben lang mit der Sinfonie als Gattung gerungen hat, so glich auch Ludwig van Beethovens Arbeit an seiner Oper „Fidelio“ eher einem Kampf als einem kreativen Schöpfungsakt. Zwei Fassungen, vier Ouvertüren – Beethovens einzige Oper „Fidelio“ war eine schwere Geburt.

„Dieses, mein geistiges Kind, hat mir vor allen anderen die größten Geburtsschmerzen, aber auch den größten Ärger gemacht“, gab der Komponist zu.  Beethoven arbeitete intensiv daran, strich, komponierte um – so kommen die vier Ouvertüren zustande. Die dritte bringt das gesamte emotionale Bollwerk des dramatischen Opernstoffes zum Klingen und eröffnet opulent das 6. Sinfoniekonzert.

Reinhold Glières Hornkonzert ist ein virtuoses Bravourstück, das einen schönen Ton und ein kantables Spiel erfordert. Diese Herausforderung nimmt Christoph Eß, Solohornist der Bamberger Symphoniker, gerne an.

Ihn verbindet eine enge Beziehung zu diesem Werk: »Die russische Seele – voller Melancholie, Leidenschaft und Sehnsucht! Und das Ganze mit dem strahlenden und warmen Ton des Waldhorns! Eines meiner absoluten Lieblingsstücke«, so Christoph Eß.

Hornist Christoph Eß – © Foto: Hendrik Steffens

Christoph Eß gilt heute als einer der führenden Hornisten seiner Generation. Neben seiner Tätigkeit als Solohornist der Bamberger Symphoniker ist er Preisträger zahlreicher Wettbewerbe und tritt zudem als gefragter Solist und Kammermusiker in Erscheinung.

Als Solist gastierte Eß bei führenden Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und dem Tonhalle-Orchester Zürich. Er arbeitete dabei mit Dirigenten wie Paavo Järvi, Jonathan Nott, Christoph Poppen und Michael Sanderling.

Der Dirigent Gabriel Feltz leitet seit der Saison 2013/14 als Generalmusikdirektor der Stadt Dortmund die Dortmunder Philharmoniker und die Oper Dortmund. Darüber hinaus ist er Chefdirigent des Belgrade Philharmonic Orchestra.

Zu Beginn seiner ersten Anstellung als Generalmusikdirektor beim Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera war Gabriel Feltz der jüngste amtierende GMD Deutschlands. Den Stuttgarter Philharmonikern stand er fast zehn Jahre lang vor und war von 2008 bis 2013 zeitgleich 1. Gastdirigent am Theater Basel.

 


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