9. Februar 2020

TVB hadert mit der Chancenverwertung

Mit der 22:27(12:13)-Heimniederlage gegen die SG 09 Kirchhof sind die Handballerinnen des TVB Wuppertal endgültig im Abstiegskampf der 2.Frauen-Bundesliga angekommen. Dabei konnten die Beyeröhde-Fans unter den 180 Zuschauern in der Buschenburg den heimischen Handballgirls erneut den Kampf nicht absprechen.


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TVB-Trainerin Sabine Nückel wartet immer noch auf den ersten Sieg – © TV Beyeröhde

Allerdings blieb den Wuppertalerinnen seit Sabine Nückels Kommandoübernahme Anfang Januar erneut der Erfolg verwehrt, wobei sich Kirchhofs Verantwortliche seit der Amtsübernahme von Gernot Weiss über den dritten Sieg im dritten Spiel freuen konnten.

Damit zogen die „Nullneuner“ am TVB vorbei und lediglich dank der 18-Treffer besseren Tordifferenz bleiben die Wuppertalerinnen auf dem rettenden Nichtabstiegsplatz.

Anfangs bekam der TVB bis zum 4:4 (9.) Kirchhofs Kreisläuferin Jana Schaffrick nicht in den Griff. Drei der ersten vier Beyeröhder Gegentore gingen auf ihr Konto. Vor dem vierten Treffer holte sie den Strafwurf heraus. Obwohl Natascha Krückemeier im Tor eins ums andere Mal klarste Chancen vereitelte, ließen sich ihre Vorderleute nicht daran aufbauen.

Auch durch die 7:5(9.Minute)-Führung kam keine Ruhe in das TVB-Spiel. Hektische Aktionen, daraus resultierende Fehlpässe und unvorbereitete Torwürfe verhinderten, dass die Wuppertalerinnen, die bis zum 11:10 (19.) in Front lagen, ihren Vorsprung nicht weiter ausbauen konnten.

Im Gegenteil: In den letzten elf Spielminuten der ersten Halbzeit vergaßen Michelle Stefes und ihre Nebenfrauen mit nur einem Treffer das Torewerfen fast gänzlich, und rieben sich an den beiden Unparteiischen Julian Fedtke / Niels Wienrich auf. Diese mussten wahrlich keine Sorge haben als Heimschiedsrichter beschuldigt zu werden.

„Sie waren es sicher nicht schuld, dass wir unsere Chancen nicht nutzten. Aber sie haben durch ihre Pfiffe – besonders im ersten Durchgang – der Mannschaft die Möglichkeit genommen, mit einem besseren Resultat in Führung zu gehen. Das wiederum kostete die Mädels wieder Sicherheit und Nerven“, sagte TVB-Chef Norbert Koch. Zum Glück für den TVB, dass die Harmlosigkeit im Angriff, von den Gästen nicht besser ausgenutzt wurde. 

Im zweiten Abschnitt fehlte der Mannschaft von Sabine Nückel und Rainer Adams auch noch das Glück. Ramona Ruthenbeck fiel nach einem „Pferdekuss“ schnell aus. Alleine Luisa Knippert scheiterte bei sieben Würfen sechsmal am „Gebälk“. Im Gegenzug merkte man der Mannschaft aus Melsungen das immer größer werdende Selbstbewusstsein förmlich an.

Zwischen der 34. Und 38. Minute kassierte der TVB eine 0:4-Torfolge zur einem 14:18-Rückstand, der trotz aller Bemühungen bis zum Schluss Bestand hatte. 

„Ihr habt so eine gute Mannschaft, ihr gehört nicht da unten rein“, sagte Gästetrainer Gernot Weiss nach dem Abpfiff zu Sabine Nückel. Ein Trost, den die Interimstrainerin gerne dem Gegner mit auf dem Weg gegeben, dafür aber lieber die Punkte behalten hätte.

Die Handballgirls haben 10:26 Zähler und belegen damit Platz 13 in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen. Die HSG Freiburg belegt punktgleich den 14. Platz.


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