7. Februar 2020

Wuppertal Institut wieder bei ‚Woche der Umwelt‘

Rund 190 Aussteller präsentieren und diskutieren bei der „Woche der Umwelt“ am 9. und 10. Juni 2020 im Park von Schloss Bellevue innovative Ideen und Projekte rund um die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Die Expertenjury wählte das Wuppertal Institut erneut als Aussteller aus, das zwei Projekte zum Thema Kreislaufwirtschaft vorstellen wird.


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Aufbereitetes Kunststoff-Granulat, das für neue Produkte wiederverwendet werden kann – © SKZ

 

Die Aussteller rücken die damit verbundenen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Chancen in den Fokus der Öffentlichkeit. Zum sechsten Mal seit 2002 findet die Umweltmesse des Bundespräsidenten in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) statt. Auch die Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft, bei dem das Wuppertal Institut Mitglied ist, präsentiert sich mit Projekten auf einem Stand.

Wuppertal/Berlin, 7. Februar 2020: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier lädt zusammen mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) zur sechsten „Woche der Umwelt“ in den Park von Schloss Bellevue ein.

Bei der diesjährigen Umweltmesse, bekommen Besucherinnen und Besucher einen Einblick in die Vielfalt neuer, umweltfreundlicher Technologien, Produkte, Dienstleistungen und Konzepte für eine verantwortungsvolle Gestaltung der Zukunft. Inhaltlich stehen der Klimaschutz, der Erhalt der biologischen Vielfalt und die Digitalisierung im Fokus der Umweltmesse.

Nun wählte eine vom Bundespräsidenten ausgewählte Expertenjury von insgesamt 440 eingereichten Bewerbungen 190 Aussteller für die diesjährige Umwelt-Schau aus. Dabei achtete die Jury besonders auf die Qualität, das Innovationspotenzial und die Modellhaftigkeit der Projekte. Auch das Wuppertal Institut ist in diesem Jahr wieder als Aussteller im Schlosspark vor Ort.

 

Wuppertal Institut stellt zwei Projekte vor

 

Die Abteilung Kreislaufwirtschaft des Wuppertal Instituts stellt zwei Projekte zu den Themen Recycling, Abfallvermeidung und Digitalisierung vor. Wie beherrschend das Thema Kreislaufwirtschaft ist, zeigt sich am Abfall, der zu den großen Lasten der Konsumgesellschaft

gehört. Vor allem Kunststoff findet sich überall. Statt den Kunststoffkreislauf zu schließen, landet immer mehr Plastik in Meeren, Flüssen, Wäldern und auf Straßen. Die Kreislaufwirtschaft will dieses Problem lösen, denn Kunststoff ist ein wertvoller Rohstoff, aus dem wieder neue Produkte entstehen können. Das Wuppertal Institut stellt daher die Projekte „Di-Plast“ und „PuR“ vor:

Beim vom Interreg NWE Programm geförderten Projekt „Di-Plast – Digital Circular Economy for the Plastics Industry“ sorgen digitale Technologien dafür, die Aufnahme von recycelten Kunststoffen in den Produktionsprozess zu verbessern. Der Hintergrund: Die Quote wiedereingesetzter Rezyklate – also aufbereiteter Kunststoffe – ist noch sehr gering. Digitale Tools helfen Unternehmen, Produkte aus Recyclingmaterial herzustellen und Kunststoffmüll aufzubereiten.

Unter der Leitung des Wuppertal Instituts arbeiten SKZ – Das Kunststoff-Zentrum, Umwelttechnik BW GmbH, Université de Luxembourg, Oost NL, Polymer Science Park sowie Jheronimus Academy of Data Science am Projekt mit.

Das Projekt „PuR – Mit PreCycling zu mehr Ressourceneffizienz: Systemische Lösungen der Verpackungsvermeidung“ zielt darauf ab, den täglichen Umgang mit Verpackungen zu verändern. Mit ganzheitlicher Sichtweise – vom Design, über den Gebrauch und die Entsorgung bis hin zu ihren gesellschaftlichen Dimensionen – entwickeln, testen und evaluieren die Forschenden innovative Lösungen, wie sich Verpackungsabfall am besten vermeiden lässt.

Die PuR-Nachwuchsgruppe ist ein Kooperationsprojekt des Wuppertal Instituts und der Technischen Universität Berlin. Gefördert wird sie durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) innerhalb des Rahmenprogramms „Forschung für Nachhaltige Entwicklungen“ (FONA).

 

Woche der Umwelt mit über 90 Fachforen und rund 300 Experten

 

Im Park von Schloss Bellevue präsentieren sich 190 Aussteller auf fast 4.000 Quadratmetern zu den Fachthemen innovative Umwelttechnik, Energieeffizienz und Ressourcenschutz, Klimaschutz, Energiewende, Bildung, Naturschutz, Digitalisierung, Gewässerschutz, Bodenschutz, Flächenverbrauch, Biodiversität, Mobilität und Verkehr sowie Bauen und Wohnen.

In den einzelnen Pavillons finden Projektpräsentationen statt. Auf der Hauptbühne diskutieren Spitzenvertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zu einer ökologisch-sozialen Gesellschaft, zum lokalen und globalen Schutz der Artenvielfalt, zu Umweltkommunikation zwischen Qualität und Populismus sowie zu Visionen für ein gutes und generationengerechtes Leben in der Zukunft.

Ergänzend und für die noch detailliertere Diskussion sollen im weiteren Bühnenprogramm und in über 90 Fachforen die wichtigen und aktuellen Entwicklungen in der Klima-, Umwelt- und Naturschutzdiskussion aufgegriffen und mit rund 300 Expertinnen und Experten diskutiert werden.


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