16. Januar 2020

Ein romantischer Liederabend mit Vokalquartetten

Wie schon in der letzten Spielzeit präsentiert ein Vokalquartett aus Solisten des Opernchors der Wuppertaler Bühnen ein romantisches Programm, in dessen Zentrum der Liederzyklus "Spanisches Liederspiel" von Robert Schumann und Vokalquartette von Johannes Brahms und dessen Schüler Gustav Jenner stehen.


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Katharina Greiß – © Foto: Jung Wook Kim

Johannes Brahms und Robert Schumann verband eine enge Freundschaft, die bis zum grausigen Ende Schumanns im Sanatorium in Endenich Bestand hatte.

Die beiden großen Romantiker teilten unter anderem eine große Liebe zum Kunstlied, und beide schrieben auch für diverse stimmliche Konstellationen Duette, Terzette und Quartette. In dieser Tradition steht auch der zu Unrecht weniger bekannte Gustav Jenner, einer der wenigen Schüler Brahms’.

Katrin Natalicio, Katharina Greiß, Marco Agostini und Oliver Picker bilden schon seit geraumer Zeit ein Vokalquartett und erforschen in ihrer diesjährigen Liedmatinee die gefühl- volle Welt des romantischen Salons, am Klavier begleitet von Koji Ishizaka. Dazu liest Martin Petschan aus Zeitzeugenberichten über die beiden großen romantischen Komponisten.

Liederabend

So – 26. Januar – 11 Uhr – Kronleuchterfoyer Opernhaus

VOKALQUARTETT

Robert Schumann (1810-1856) Spanisches Liederspiel op.74

Johannes Brahms (1833-1897) 4 Quartette Op. 92

Gustav Jenner (1865-1920)
Aus Zwölf Quartette (F. Gregorovius, aus dem Toskanischen)

Johannes Brahms (1833-1897) 2 Quartette aus Op. 112

KATRIN NATALICIO Sopran

KATHARINA GREISS Mezzosopran

MARCO AGOSTINI Tenor
OLIVER PICKER Bass
KOJI ISHIZAKA Klavier
MARTIN PETSCHAN Lesung

Kommende Termine:

So. – 7. Juni – 11 Uhr – Kronleuchterfoyer Opernhaus Wuppertal

NINA KOUFOCHRISTOU Sopran
MICHAEL COOK Klavier

So. – 14. Juni – 16 Uhr – Kronleuchterfoyer Opernhaus Wuppertal

RALITSA RALINOVA Sopran
KOJI ISHIZAKA Klavier

So. – 21. Juni – 11 Uhr – Ort wird noch bekanntgegeben

IRIS MARIE SOJER Mezzosopran
KOJI ISHIZAKA Klavier

Ticket- und Abohotline: 0202 563 7666 KulturKarte, Kirchplatz 1, Wuppertal www.kulturkarte-wuppertal.de

Katrin Natalicio

Die Sopranistin Katrin Natalicio stammt aus Tallinn, Estland. Ihre musikalische Laufbahn begann sie in der Schulzeit im mehrfach international preisgekrönten Tallinner Mädchenchor Ellerhein. Nach 5 Semestern Anglistikstudium wechselte sie als Gesangsstudentin an die Musik- und Thea- terakademie Estlands, wo sie ihr Studium mit dem Grad Magistra artium in Musik abschloss.

Seit 2000 studierte sie an der Staatlichen Hochschule für Musik in Karlsruhe bei Prof. Maria Ve- nuti, bei wem sie ihr Künstlerisches Aufbaustudium mit Auszeichnungen abschloss. Meisterkurse belegte sie u.a. bei Ks. Hilde Zadek, Prof. Judith Beckmann, Prof. Eva Märtson und Prof. Lucetta Bizzi.

Schon zu Studienzeit arbeitete sie in Estland als Managerin von Ellerhein und als freiberufliche Autorin und Moderatorin beim Estnischen Radiosender für klassische Musik Klassikaraadio. Gleich nach dem Studium sang Katrin Natalicio in der Estnischen Nationaloper Estonia Donna Elvira in Don Giovanni und Xenia in Boris Godunov. Neben der Oper pflegt sie ein umfangreiches Konzert- und Liedrepertoire und trat in zahlreichen Konzerten in Estland, Deutschland, Brasilien und Argentinien auf. Ab der Spielzeit 2008/2009 ist sie als 2. Sopran Mitglied des Opernchores der Wuppertaler Bühnen.

In den letzten Jahren durfte sie in der Wuppertaler Oper auch einige Solopartien übernehmen – die Wirtin in Das schlaue Füchslein, die Anführerin der Frauen in Ali Baba, Evitas Schwester in Evita und Grinsekatze in Alice im Wunderland.

Katrin Natalicio – © Foto: Jung Wook Kim

 

Katharina Greiß

Geboren in Volkmarsen/Nordhessen, begann Katharina Greiß ihre Gesangsausbildung an der Musik- hochschule Köln und machte 1998 den Abschluss als staatlich geprüfte Gesangspädagogin. Von 1998 bis 2001 absolvierte sie ihr Aufbaustudium der Künstlerischen Ausbildung bei Professorin Claudia Visca und erhielt für ihr Abschlusskonzert ein Diplom mit Auszeichnung. Sie war Preisträ- gerin beim Gesang/Gitarre-Duowettbewerb und beim Bundeswettbewerb Gesang. 2003 war sie

Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes Wuppertal. Nach einer zweijährigen Lehrtätigkeit an der Bergischen Musikschule ist Katharina Greiß seit 1999 als 1. Altistin im Opernchor der Wup- pertaler Bühnen fest engagiert. Solistisch sang sie hier die Tisbe in ›La Cenerentola‹, das English Dancing Girl in ›The Death of Klinghoffer‹ (Adams), Hattie in ›Kiss me Kate‹, Ida in ›Die Fleder- maus‹, die Ente am Stadtrand Pekings in der Uraufführung vom ›Universum-Stulp‹ (Winkler), Kate Pinkerton in ›Madama Butterfly‹, die Kunstgewerblerin in Bergs ›Lulu‹ und den Pagen in ›Rigoletto‹.

Außerdem gestaltete sie Jugendopernprojekte mit dem Beethovenorchester Bonn und den Duisburger Sinfonikern als 2. Dame und Papagena, Hänsel, Dido in ›Purcells Dido und A- eneas‹, Jennie Parsons in Weills ›Down in the Valley‹ und als Mutter in ›Amahl and the Nightvisi- tors‹ von Menotti. Als Mitglied der Nostalgiker trat sie mit Liedern der 30/40er Jahre auf, in den Freitagsbar-Veranstaltungen sang sie Schlager der 50er und Songs der Andrew Sisters und ge- staltete unterschiedliche Musicalsong-Programme.

Marco Agostini – © Foto Jung Wook Kim

Marco Agostini

Der gebürtige Kölner Marco Agostini studierte zunächst Journalistik und Literaturwissenschaften an der University of Canberra (Australien) und schloss dieses Studium mit einem Bachelor of Communication ab. 1999 nahm er zusätzlich sein künstlerisches Gesangsstudium an der Austra- lian National University auf. Hier sang er in verschiedenen Kompanien mehrere Hauptpartien in Operetten von Gilbert & Sullivan, Mendel in ›Fiddler on the Roof‹ und den Aeneas in Purcells ›Dido and Aeneas‹. Auch im Konzertbereich – im Chor wie als Solist – erarbeitete er sich ein brei- tes Repertoire.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland 2001 arbeitete Agostini zunächst für eine Kölner Filmproduktion, entschloss sich dann jedoch, sein Gesangsstudium wieder aufzuneh- men. Dies tat er am Wuppertaler Standort der Musikhochschule Köln, wo er zunächst bei Barbara Schlick, danach bei Alexander Stevenson studierte. Schon bald agierte er neben dem Studium als Choraushilfe im Opernchor der Wuppertaler Bühnen. Es folgten Solo-Gastvertäge in ›The In- dian Queen‹ (2002) und ›Anatevka‹ (2003).

Außerdem sang er in anderen renommierten Konzertchören, mit denen er auf regionaler bis internationaler Ebene tätig war. Seit April 2005 ist er als Zweiter Tenor festes Mitglied im Chor der Wuppertaler Bühnen. Als Solist agierte er unter anderem in den Rollen des Paul in ›Kiss me, Kate!‹, als Tschaplitzki in Tschaikowskis ›Pique Dame‹ und als Anfinomo in Monteverdis ›Die Heimkehr des Odysseus‹. Außerdem ist er auch weiterhin als Konzertsänger im Oratorienbereich aktiv und wirkt regelmäßig als Solist und Chor- sänger bei konzertpädagogischen Projekten des Beethoven-Orchesters Bonn mit.

Oliver Picker

Der Bassist Oliver Picker studierte Gesang bei Marie Louise Gilles an der Hochschule für Musik und Theater Hannover, wo er 1998 seinen Abschluss machte. Seit 1996 singt er regelmäßig im Chor der Bayreuther Festspiele. Weitere Engagements als Chorsänger führten ihn unter anderem ans Opernhaus Zürich, die Staatsoper Unter den Linden Berlin, die Niedersächsische Staatsoper Hannover und an den Rundfunkchor Hamburg.

Neben zahlreichen solistischen Auftritten als Konzertsänger war Oliver Picker auch auf der Bühne zu erleben, so in Produktionen der Musicals ›Jesus Christ Superstar‹, ›Hair‹ und ›Chess‹ und als Osmin in Mozarts ›Entführung aus dem Se- rail‹ an der Opera Capetown. Für seine Darstellung des Robert Biberti in ›Die Comedian Harmonists‹ erhielt er den Münchener Theaterpreis.

Seit September 2004 ist Picker als Zweiter Bass im Chor der Wuppertaler Bühnen engagiert. Zu den zahlreichen Partien, die er hier solistisch sang, gehören Mozart-Partien wie Antonio im ›Figaro‹ oder der Zweite Geharnischte in der ›Zauber- flöte‹, Dude in ›Kiss me, Kate‹ und Narumow in Tschiakowskis ›Pique Dame‹. Oliver Picker ist außerdem ein erfolgreicher Rockmusiker und Filmmusik-Komponist.

Oliver Picker – © Foto: Jung Wook Kim

Koji Ishizaka

Koji Ishizaka wurde1993 in Kanagawa (Japan) geboren. Mit vier Jahren begann er mit dem Kla- vierspiel, später lernte Posaune. Seit 2017 studierte er Liedbegleitung bei Carolyn Hague und Opernkorrepetition bei Gerrit Prießnitz an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien.

Zuvor absolvierte er bereits ein Masterstudium Orchesterleitung bei Johannes Schlaefli und Opernkorrepetition bei Paul Suits und Olaf Storbeck an der Zürcher Hochschule der Künste und ein Bachelorstudium an der Tokyo University of the Arts bei Tadaaki Otaka und Ken Takaseki (beide Orchesterleitung) und bei Junji Mitsuishi (Opernkorrepetition).

Im August und September 2017 war er gastweise als Solo-Korrepetitor am Luzerner Theater en- gagiert, wo er fast alle Proben für die Produktion von ›Le Grand Macabre‹ (György Ligeti) spielte. Im Februar 2018 arbeitete er ›Le Nozze di Figaro‹ als Assistent-Korrepetitor beim Lyric Opera Studio in Weimar. Von April bis Ende Juni 2018 nahm er an der »Accademia del Maggio Musi- cale Fiorentino« als Korrepetitor teil. Seit der Spielzeit 2018/19 ist er als Solorepetitor an den Wuppertaler Bühnen engagiert.

Martin Petschan

Martin Petschan studierte zunächst Dramaturgie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding. 2013 bis 2017 absolvierte er eine Schauspielausbildung an der Theaterakademie Vor- pommern und trat in dieser Zeit bereits in einigen Produktionen der Vorpommerschen Landesbühne Anklam auf.

Assistenzen in Regie, Dramaturgie und Produktionsleitung am Theater Basel, am Staatstheater am Gärtnerplatz und beim freien Opernensemble ›così facciamo‹. Erfahrungen als Schauspieler sammelte er unter anderem an der Bayerischen Theaterakademie und beim Freien Theater München.

Seit der Spielzeit 2017/18 ist er festes Ensemblemitglied am Schauspiel Wuppertal.


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