15. Januar 2020

10.000 Euro für den akademischen Nachwuchs

Sechs Absolventinnen und Absolventen der Bergischen Universität Wuppertal wurden für ihre herausragenden Abschluss- und Doktorarbeiten ausgezeichnet. Der Verein der Freunde und Alumni der Bergischen Universität e.V. (FABU) vergab gestern insgesamt 10.000 Euro an junge Akademikerinnen und Akademiker.

(V.l.) Prof. Dr. Lambert T. Koch, Axel Jütz, Enise Turhan, Ulrich Jaeger, Sevda Aktas, Dennis Schroers, Laura Kubens, Jens Roggel, Dr. Alessandro Gabbana, Dr. Phillip Biallas, Lea Naima Kings – © Foto: Michael Mutzberg

Die zwei FABU-Promotionspreise wurden von der Thomas Meyer-Stiftung finanziert. Der erste Preis – dotiert mit 3.000 Euro – ging an Dr. Alessandro Gabbana. Mit dem zweiten Preis – mit 2.000 Euro dotiert – wurde Dr. Phillip Biallas geehrt.

Alessandro Gabbana (29) promovierte im Rahmen des sogenannten Cotutelle-Verfahrens (bi-nationale Promotion) an der italienischen Universität Ferrara und an der Bergischen Uni (bei Prof. Dr. Matthias Ehrhardt, Lehr- und Forschungsgebiet Angewandte Mathematik).

Seine Dissertation trägt den Titel „Lattice Boltzmann Methods for Fluid-Dynamics in Relativistic Regimes“. Gabbana studierte Informatik (Bachelor) an der Universität Ferrara und Computational Science and Engineering (Master) an der University of Umeå in Schweden. Derzeit arbeitet er als Teaching Assistant an der Universität Ferrara.

Der 28-jährige Phillip Biallas wurde für seine Dissertation „Über die Reaktivität geminaler Diazide und Studien zur Totalsynthese von Tetrafibricin“ ausgezeichnet. Sein Doktorvater ist Prof. Dr. Stefan F. Kirsch (Lehr- und Forschungsgebiet Organische Chemie).

Phillip Biallas absolvierte sein Abitur am Remscheider Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium und schloss an der Bergischen Uni sowohl sein Bachelor- als auch sein Masterstudium in Chemie ab. Aktuell macht er ein Industriepraktikum bei der Firma Adtracon GmbH und entwickelt dort neuartige, reaktive Polyurethan Schmelzklebstoffe. Im Anschluss strebt Biallas einen Post- Doc Aufenthalt im Ausland im Bereich der organischen und medizinischen Chemie an.

Die FABU vergab außerdem vier Nachwuchspreise an herausragende Absolventinnen und Absolventen – gestiftet von der Stadtsparkasse Wuppertal: einen ersten mit 2.000 Euro dotiert und drei zweite Preise mit je 1.000 Euro dotiert. Die Preisträgerinnen und Preisträger sind Jens Roggel sowie Lea Naïma Kings, Dennis Schroers und Laura Kubens.

Jens Roggel wurde für seine Masterarbeit aus dem Bereich der Teilchenphysik mit dem ersten Nachwuchspreis ausgezeichnet; der Titel lautet „Search for vector-like top quarks and third-generation leptoquarks at √s = 13 TeV with the ATLAS experiment“. Roggel machte sein Abitur am Leibniz-Gymnasium Remscheid. Danach studierte er Physik an der

Bergischen Universität. Aktuell ist der 25-Jährige dort Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe Experimentelle Elementarteilchenphysik.

Einer der drei zweiten Preise ging an Lea Naïma Kings. Die 27-Jährige studierte nach ihrem Abitur am Humboldtgymnasium Köln Mathematik und Sozialwissenschaften, zuerst in Köln und dann in Wuppertal. Derzeit ist sie an der Bergischen Uni Masterstudentin (Mathematik, Sozialwissenschaften und Politikwissenschaft mit Double-Degree an der Andrássy Universität Budapest).

In ihrer nun prämierten Bachelorarbeit „Wer wählt rechts?“beschäftigte sie sich mit der Frage nach der Wählerstruktur der AfD und möglichen beeinflussenden Variablen des individuellen Wahlverhaltens.

Dennis Schroers überzeugte die Jury mit seiner Masterarbeit „Stability Results for the Heath-Jarrow-Morton-Musiela Equation with Gaussian and Non-Gaussian Noise“. Der 27- Jährige studierte an der Bergischen Universität Mathematik (Bachelor und Master).

Sein Abitur machte er am Otto Hahn Gymnasium in Bergisch Gladbach. Schroers ist mittlerweile Doktorand in der Gruppe “Risk and Stochastics“ an der Universität Oslo in Norwegen.

Einen weiteren Nachwuchspreis vergab die FABU an Laura Kubens (23). Nach ihrem Abitur am Städtischen Gymnasium Leichlingen studierte sie Lebensmittelchemie in Wuppertal. In ihrer Abschlussarbeit „Mangan-Komplexe und deren Effekt auf den Fadenwurm C. elegans“ wollte sie mehr über die Wirkung von Mangan-Verbindungen auf neurodegenerative Prozesse erfahren.

Aktuell absolviert sie ihr berufspraktisches Jahr im Rahmen des zweiten Staatsexamens und plant im Anschluss daran eine Promotion, die inhaltlich an ihre Abschlussarbeit anknüpfen soll.

www.fabu.uni-wuppertal.de

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