2. Januar 2020

Sparkasse: Nachhaltig in die Zukunft

Die Stadtsparkasse Wuppertal hat in ihrer Jahrespressekonferenz das Thema Nachhaltigkeit ganz weit nach vorne gestellt. Seit dem ersten Tag des noch blutjungen Jahres 2020 werden alle Filialen und Standorte mit Ökostrom betrieben. Bis 2021 will die Sparkasse komplett klimaneutral aufgestellt sein. Und auch die Zahlen stimmten im abgelaufenen Geschäftsjahr, wie der Vorstandsvorsitzende Gunther Wölfges mit spürbarer Genugtuung verkündete.

Der Sparkassen-Vorstand: (v.l.) Axel Jütz, Gunther Wölfges (Vorstandsvorsitzender) und Patrick Hahne (Stellv. Vorstandsmitglied) – © Foto: Claudia Kempf

 

Die Bilanzsumme konnte dieSparkasse Wuppertal „in schwierigem Fahrwasser“, so Gunther Wölfges, von 7.270 Mio. € (2018) auf 7.274 Mio.€ steigern.

„Sparkasse Wuppertal: Viel erreicht. Für die Menschen. Für die Gemeinschaft. Für unser aller Wohl“, mit dieser Formel fasste Gunther Wölfges das stabile Ergebnis des Jahres 2019 zusammen.“

Der Vorstandsvorsitzende: „Mit voller Kraft und Engagement können auch zukünftig für die Menschen, Unternehmen und die Gemeinschaft in Wuppertal da sein und den Wohlstand und das gute Leben vor Ort fördern.“ Dieses Ziel verfolge die Stadtsparkasse seit ihrer Gründung im Jahr 1822. Gunther Wölfges: „Jeder einzelne Kunde ist ein engagierte Unterstützer unserer Gemeinschaft

Die Wirkungsweise der Sparkasse auf das Leben ihrer Kunden wurde bei der Jahrespressekonferenz im 19. Stock des Sparkassenhochhauses aus dem Blickwinkel eines fiktiven, typischen Kunden in den Lebensbereichen Vorsorgen, Wohnen, Arbeiten, Konsumieren und Gemeinschaft genauer unter die Lupe genommen.

Vorsorgen

Im Lebensbereich Vorsorgen kamen die Sparkasse-Verantwortlichen zu dem Ergebnis, dass die Wuppertalerinnen und Wuppertaler auch 2019 noch gerne gespart haben. „Aber die Wege, wie gespart wird, ändern sich vor dem Hintergrund der Niedrigzins-Phase zunehmend“, unterstrich Gunther Wölfges.

Eindeutiger Trend: Immer mehr Kunden setzen auf Wertpapiere. 2019 stieg die Anzahl der Kunden mit Aktien, festverzinslichen Wertpapieren und Investmentfonds bei der Sparkasse Wuppertal deutlich.

Im Bereich der Lebens- und Sachversicherungen gab es ebenfalls ein deutliches Plus. Keine Frage: Die Menschen sichern sich zunehmend gegen Sachschäden, Unfälle und andere Risiken des täglichen Lebens ab und sorgen auch fürs Alter vor. Die Zahl der Verträge in dem Bereich wuchs 2019 um rund 2.950 auf über 71.300.

Im Bereich der Schadensfall-Regulierung wickelte die Sparkasse Wuppertal dabei mehr als 800 Fälle direkt vor Ort in Wuppertal über persönliche Ansprechpartner ab. Bei weiteren Anliegen waren die Partner der Provizial gefragt

Wohnen

2019 haben sich fast 2.000 Familien mit Hilfe der Sparkasse den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllt. Die  Kreditzusagen an Privatpersonen erreichten ein Volumen von 263 Mio. Euro. Wichtigster Baustein dabei: Finanzierungen des privaten Wohnungsbaus.

Impression von der Jahrespressekonferenz – Foto: Paul Coon

22.000 Kunden bauen beim Thema Bausparvertrag auf die Sparkasse Wuppertal. Bei neu abgeschlossenen Verträgen lag Bausparsumme 2019 im Schnitt bei rund 62.000 Euro.

Für viele Bausparer ist das nicht nur der erste wichtige Schritt in Richtung Finanzierung einer eigenen Immobilie, sondern auch eine solide Basis, um beispielsweise die vorhandene eigene Immobilie zu modernisieren, sie altersgerecht umzubauen oder auch um die Energieeffizienz zu verbessern.

Arbeiten

Traditionell sah sich die Sparkasse auch 2019 wieder als wichtiger Partner der Wirtschaft vor Ort, um so ihren Teil zur Attraktivität und Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Wuppertal beizutragen, was letztlich den Wuppertaler Unternehmen zugute kommt und auch Arbeitsplätze sichert.

Die  Sparkasse Wuppertal vergab 2019 an Firmenkunden Kreditzusagen in Höhe von 495 Mio. Euro. Das entspricht in etwa dem Niveau der beiden Vorjahre. Zahlreiche kleine und mittelständische Unternehmen wurden bei ihren Investitionen – zum Beispiel für Produktionsstätten oder -anlagen – finanziell unterstützt.

Sehr stabil blieb auch die Anzahl der Geschäftsgirokonten mit knapp 30.000 Konten. Dazu Sparkassen-Vorstand Axel Pütz: „Wir freuen uns sehr, dass die Qualität unserer Leistungen sowie die persönliche Nähe in der Beratung unsere Kunden überzeugen. Denn florierende Unternehmen sind wichtig für Wuppertal. Gute Lebensverhältnisse und eine starke Gemeinschaft sind ohne sie nicht denkbar.“

Konsumieren

Die Zahl der Privatgirokonten kletterte auf nunmehr 182.700. Insbesondere das „Konto GiroPremium“, das 2019 erneut ausgezeichnet wurde, war für viele Kunden besonders attraktiv. Der positive Effekt: 1.800 Kunden sicherten sich 2019 das „Konto GiroPremium“.

Ein echter „Kassenschlager“ war auch 2019 wieder die Sparkassen-App, die sich 2019 den Titel  „Deutschlands beste Banking-App“ verdient hat. Die Anzahl der Nutzer verdoppelte sich seit 2015 nahezu auf rund 54.000.

Überhaupt legten im zurückliegenden Jahr die digitalen Kontakte zur Sparkasse Wuppertal erneut einen Höhenflug hin. Waren es 2015 noch 30,1 Mio. Kundenkontakte, so sind es Ende 2019 bereits rund 45 Mio. Das sind nochmals ca. 6 Mio. mehr als im Jahr 2018.

„Die Menschen mögen die persönliche Beratung bei komplexen Finanzanliegen, schätzen aber bei der Abwicklung von einfachen Finanzgeschäften wie Überweisungen zunehmend digitale Möglichkeiten. Deswegen erweitern wir stetig auch im digitalen Bereich unser Leistungsangebot“, erklärte Patrick Hahne, stellv. Vorstandsmitglied. Zuletzt wurde das Angebot durch die Einführung von „Apple Pay“ Mitte Dezember ausgebaut und abgerundet.

Auch wenn der bargeldlose Zahlungsverkehr ein Erfolgsmodell mit großen Zuwachsraten ist, will die Sparkasse die Zahl der Filialen und der Geldautomaten nicht maßgeblich verringern.

Gemeinschaft

Neben der finanziellen Versorgung ihrer Kunden hatte sich die Sparkasse Wuppertal auch 2019 wieder die Stärkung der Gemeinschaft vor Ort auf die Fahnen geschrieben.

Um die Sparkassen-Philosophie in die Tat umzusetzen, hat das Wuppertaler Geld-Institut wieder einen Großteil der erwirtschafteten Überschüsse eingesetzt, um das Gemeinwohl zu fördern. Rund 1.000 gemeinnützige Wuppertaler Vereine und Institutionen konnten sich 2019 über eine finanzielle Unterstützung durch die Sparkasse freuen.

Die von der Sparkasse Wuppertal gemeinsam mit „betterplace.org“ betriebene Spendenplattform „gut-fuer-wuppertal.de“ förderte zudem zahlreiche Projekte. Allein 2019 wurden 452 Projekte registriert.

Aufgrund der enormen Spendenbereitschaft der Bürger*innen sowie durch diverse Verdopplungsaktionen durch die Sparkasse konnte im Dezember 2019 sogar schon die 2. Mio. Euro Marke geknackt werden. „Ein tolles Ergebnis, das nur gemeinsam mit allen möglich war“, erklärt Gunther Wölfges stolz.

Das gemeinsame Anpacken und soziale Miteinander ist für die Sparkasse auch in ihrer Wirkung nach innen wichtig. Beispiel der sog. „Social Day“, der mittlerweile ein fester Bestandteil der Ausbildung bei der Sparkasse ist. Jedes Jahr engagieren sich die Azubis des zweiten Lehrjahres im Rahmen des „Social Day“ für eine gemeinnützige Einrichtung. 2019 unterstützten sie die Lebenshilfe e. V. tatkräftig.

Gunther Wölfges: „Da machen die jungen Menschen ganz wertvolle Erfahrungen. Und mit diesem Projekt wird auch das wichtige Thema Inklusion ein Stück weit in den Fokus gerückt.“

Ebenso wichtig erachtet die Sparkasse Wuppertal das Thema „Ökologische Nachhaltigkeit“. Seit dem 1. Januar 2020 werden zudem alle Filialen und Standorte mit Ökostrom der Wuppertaler Stadtwerke betrieben. Bis 2021 möchte die Sparkasse zudem klimaneutral werden. Und Gunther Wölfges verspricht: „Und dieses Ziel werden wir auch erreichen. Davon bin ich überzeugt.“

Der Sparkassen-Chef schaut zuversichtlich in die Zukunft: „Auch wir müssen uns als Geldinstitut in wirtschaftlich schwierigem Fahrwasser immer wieder neu ausrichten. Aber wir haben für unsere Kunden noch einen ganzen Korb voller neuer Produkte.“ (pp)

Der Sparkassen-Komplex von einer Drohne fotografiert – © Foto: Agentur Frameless

 

Die Sparkasse in Zahlen:

Bilanzsumme: 7.270 Mio. € (2018) – 7.274 Mio. € (2019)

Kreditauszahlungen: 792 Mio. € (2018) – 782Mio. € (2019)

Wertpapierbestände: 1.525 Mio. € (2018) – 1.699 Mio. € (2019)

Zins- & Provisionsüberschuss: 162,6 Mio. € (2018) – 157,6 Mio. € (2019)

Betriebsergebnis vor Bewertung: 51,1 Mio. € (2018) – 44,8 Mio. € (2019)

Jahresüberschuss: 13,1 Mio. € (2018) – 11,3 Mio. € (2019)

Eigenmittelquote: 18,6 % (2018) – 19,2 % (2019)

Kernkapitalquote: 16,60 % (2018) – 17,2 % (2019)

Filialstandorte: 35 (2018) – 34 (2019) – ohne Neueröffnung am Döppersberg

SB-Standorte: 9 (2018) – 9 (2019)

Geldautomaten-Standorte: 17 (2018) – 15 (2019)

Anzahl unterstützter Projekte: 1.042 (2018) – 961 (2019)

Anzahl Mitarbeiter: 1.226 (2018) – 1.187 (2019)

 

 

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