28. Dezember 2019

WSV-Artikel „Ein Weg ins Ungewisse“ – Die Reaktionen

Wohin führt der Weg des Wuppertaler SV? Auch wenn der Verein zuletzt in Aachen nach 14 sieglosen Spielen mit einen 2:1-Erfolg aufwartete, bleiben die großen Zukunftsfragen unbeantwortet. "WSV 2020: Ein Weg ins Ungewisse" - Siegfried Jähnes Analyse der jüngsten Vergangenheit des WSV und sein kritischer Blick in die Zukunft schlug hohe Wellen. 

Sportdirektor Karsten Hutwelker (Mitte) kämpft für eine bessere Zukunft des WSV – © Foto: Jochen Classen

Nachfolgend einige Reaktionen auf die Analyse von Siegfried Jähne:

„Der Artikel bringt es auf den Punkt. Die Vergangenheit voller Fehler, die Gegenwart genauso. Eine Insolvenz wäre ein sauberer Schnitt gewesen. Mir fehlt der Glaube, dass sich etwas zum Besseren ändert und den meisten Wuppertalern wohl auch. Der schwache Zuschauerzuspruch spiegelt das ganz gut wider.“

„Eine Insolvenz hätte den WSV damals mit einem Schlag schuldenfrei gemacht und damit unter Umständen auch einen sportlich erfolgreichen Neuanfang ermöglicht. Man muss wissen, dass im Falle der Insolvenz ein automatischer, 2018/19 aber vermutlich verkraftbarer Neun-Punkte-Abzug die Folge gewesen wäre.“

„Von Allheilmittel steht da nichts. Aber im Rückblick wäre eine Insolvenz und ein geordneter Neuanfang im Frühjahr wahrscheinlich besser gewesen, als die Fans auszunehmen und neue Schulden zu machen. Insofern kann man die Ansicht des Autors hier nachvollziehen.“

„Eine krude These des Autors findet man aber hier: Schlimmer noch: „Einige in der Führungs-Etage hatten wohl doch in erster Linie immer nur sich selbst, statt den Verein gesehen“. Lothar Stücker konnte nicht unbedingt gemeint sein, hatte er doch bis zu diesem Zeitpunkt hohe persönliche Bürgschaften übernommen.“

„Bei einem Zuschauerschnitt von zuletzt nur noch 2.257. Nun – damit ist man für die vierte Liga – vor allem im Abstiegskampf – doch eigentlich noch ganz gut unterwegs. Daß das für unseren WSV natürlich nicht reicht, steht auf einem ganz anderen Blatt.“

Ich hoffe, daß jetzt in der „Saure-Gurken-Zeit“ die Gehälter gezahlt werden können – wenn es ja richtig schlimm kommt, wir wissen das ja alle, es rollt bis Ende Februar kein Ball – und ich hoffe, daß unser WSV das aushalten kann ohne Einnahmen.“

„Ich finde immer wieder spaßig, dass viele glauben, eine Insolvenz wäre das einfache Allheilmittel.“

„Vor allem: Für welchen Regionalligisten sind die Zuschauereinnahmen die Haupteinnahmequelle, wer ist also nicht auf ‚Fremdfinanzierung‘ angewiesen?“

Der Artikel lässt glauben, das sei das Hauptdilemma. Auch mit einem Schnitt von 4.000 stünden wir derzeit nicht viel besser dar und ein „mäzenfreier“ Dorfklub wie Verl könnte kaum oben mitspielen, wenn es primär um Zuschauereinnahmen ginge.

„In dieser Schweineliga braucht man einen großen Sponsorenpool, mittlerweile besten- oder – je nach Sichtweise – schlimmstenfalls für ambitionierte Ziele sogar einen Investor und vor allem eine kontinuierlich seriöse Vereinsführung. Man braucht auch einen Sportdirektor, der in der Öffentlichkeit keinen Druck auf einzelne Spieler ausübt oder sich andere Böcke leistet, die dem Verein schaden.“

„Da würde auch ein höherer Zuschauerschnitt kaum etwas dran ändern. Der wird nur so in den Fokus gerückt, weil es derzeit um jeden Cent geht. Eigentlich ist der WSV sogar angesichts der Dinge, die in den letzten 12 Monaten passiert sind, mit seinem „harten Kern“ noch recht gut bedient. Selbst die treuesten der Treuen haben nach und nach die Schnauze endgültig voll, denn das ist wohl mindestens die tristeste Zeit seit der Endphase der Runge-Ära, die der Verein durchmacht.“

„Hohe Zuschauerzahlen sind insofern wichtig, weil man so für Sponsoren interessant bleibt/wird. Ein solcher Effekt dürfte in Wuppertal aber erst bei einem Zuschauerschnitt von 4.000 plus eintreten. Und das auch nur bei seriöser Vereinsführung.“

„Die Hoffnung stirbt zuletzt… Vor allem: Für welchen Regionalligisten sind die Zuschauereinnahmen die Haupteinnahmequelle, wer ist also nicht auf „Fremdfinanzierung“ angewiesen?“

„Der Artikel lässt glauben, das sei das Hauptdilemma. Auch mit einem Schnitt von 4.000 stünden wir derzeit nicht viel besser dar und ein „mäzenfreier“ Dorfklub wie Verl könnte kaum oben mitspielen, wenn es primär um Zuschauereinnahmen ginge.“

„In dieser Schweineliga braucht man einen großen Sponsorenpool, mittlerweile besten- oder – je nach Sichtweise – schlimmstenfalls für ambitionierte Ziele sogar einen Investor und vor allem eine kontinuierlich seriöse Vereinsführung. Man braucht auch einen Sportdirektor, der in der Öffentlichkeit keinen Druck auf einzelne Spieler ausübt oder sich andere Böcke leistet, die dem Verein schaden.“

„Da würde auch ein höherer Zuschauerschnitt kaum etwas dran ändern. Der wird nur so in den Fokus gerückt, weil es derzeit um jeden Cent geht. Eigentlich ist der WSV sogar angesichts der Dinge, die in den letzten 12 Monaten passiert sind, mit seinem „harten Kern“ noch recht gut bedient. Selbst die treuesten der Treuen haben nach und nach die Schnauze endgültig voll, denn das ist wohl mindestens die tristeste Zeit seit der Endphase der Runge-Ära, die der Verein durchmacht.“

„Ich weiß aus eigener Erfahrung als ehemaliger Schatzmeister eines Viertligisten (damals Verbandsliga – Aufstieg in die Oberliga), dass die Zuschauereinnahmen wirklich nur einen geringen Teil des Etats ausmachen. Aber wie schon gesagt, eine volle Hütte ist für jeden Sponsor interessanter als Totentanz…“

 

Kommentare

Neuen Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.