25. Dezember 2019

BHC: Noch einmal richtig zupacken

Fünf Niederlagen in Folge hat der Bergische HC zuletzt kassiert. Und das trotz teilweise guter Leistungen. Doch dafür kann man sich nichts kaufen. Das weiss auch Sebastian Hinze. Auch wenn Mannschaft und Trainer nicht in Serien denken, sondern die Einzelspiele analysieren, weiß der Chefcoach: "Der Dezember ist alles andere als gut gelaufen. Dadurch ist der Druck nun groß."

Foto: BHC 06Hofft auf einen Sieg: BHC-Cheftrainer Sebastian Hinze – © Foto: BHC 06

Diesem wollen die Löwen am heutigen Sonntagnachmittag (29.12.) um 16 Uhr in der Wuppertaler Unihalle gegen die HSG Nordhorn-Lingen standhalten. Die Favoritenrolle ist geklärt, der Ausgang der Partie aber noch lange nicht.

„Natürlich wissen wir, dass Nordhorn wenig gepunktet hat“, sagt Hinze. „Respekt haben wir trotzdem vor der Mannschaft.“ Der Trainer weiß, dass seine Mannschaft eine gute, konzentrierte Leistung benötigt, um die Niedersachsen niederzuringen. Das Tabellenschlusslicht der LIQUI MOLY HBL hat zwar erst zwei Punkte geholt und ist damit zehn Zähler von einem Nicht- Abstiegsplatz entfernt, hält aber weiterhin an seiner Spielidee fest. „Sie setzen auf Tempo und attraktiven Handball“, erläutert Hinze.

Das genügte bislang zu einem 33:30-Erfolg über den SC DHfK Leipzig und einigen sehr knappen Partien, die aber allesamt verloren wurden. Zum Beispiel verloren die Nordhorner nur 29:30 beim Tabellenzweiten Hannover. Auch Erlangen und Minden nahmen nur glücklich mit einem Tor Unterschied die Punkte gegen das Schlusslicht mit.

Star des Nordhorner Teams ist Robert Weber, der mit 114 Toren nicht nur die interne Torschützenliste anführt, sondern damit sogar in der Bundesliga auf Platz fünf liegt.

Stark präsentiert sich der Aufsteiger auch auf der Torhüter-Position. Björn Buhrmester und Bart Ravensbergen teilen sich die Einsatzzeiten und parieren 30,67 beziehungsweise 27,30 Prozent der Bälle. „Wenn wir gut angreifen und die Torhüter nicht zu einem Faktor werden lassen, wird das der Schlüssel zum Erfolg sein“, meint Hinze.

„Natürlich brauchen wir unsere gewohnte Stärke in der Abwehr. Dann sind wir auch qualitativ besser.“ Der Anspruch, den letzten Kraftakt 2019 erfolgreich zu gestalten, ist da. „Aber wir befinden uns natürlich in einer Drucksituation. Ich bin überzeugt, dass die Jungs gut damit umgehen werden.“

Zwar stehen die Löwen mit 15 Punkten auf dem zwölften Rang und sieben Zähler von der Gefahrenzone entfernt, doch die Lage empfinden Hinze und Co. als ernst. „In der Liga ist alles so eng zusammen“, weiß der Coach. „Wie schnell auf einen positiven Lauf ein negativer folgen kann, haben wir selbst erlebt.“

Ein Erfolg am Sonntag wäre nicht nur ein schöner Jahresabschluss, sondern würde auch ein besseres Gefühl für die spielfreie Zeit bedeuten. Die Bundesliga pausiert während der Handball-EM im Januar. Weiter geht es für die Löwen erst am 01. Februar 2020 auswärts bei der HSG Wetzlar.

Die Kulisse wird am Sonntagnachmittag noch einmal sehr ansprechend sein. Es sind nur noch Restkarten für das Duell in der Wuppertaler Unihalle verfügbar. „Die gute Stimmung kann uns helfen, Verunsicherung abzubauen“, sagt Hinze.

„Dass diese vorhanden ist, kann man leider nicht ausschließen. Wir waren in den vergangenen Jahren erfolgsverwöhnt. Es ist auch für die Jungs eine ungewohnte Situation. Ziel ist, dass der Kopf keine Rolle spielt.“

Personell ist die Lage bei den Löwen im Übrigen unverändert. Dem Coach stehen voraussichtlich 17 Spieler zur Verfügung. 16 darf er auf dem Spielprotokoll eintragen.

Für die Solinger Handballfans steht der kostenlose BHC-Busshuttle mit zwei Verbindungen um 13.45 und 14.45 Uhr ab der Klingenhalle zur Verfügung. Zurück nach Solingen geht es um 18.30 Uhr.

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