13. Dezember 2019

Tibor Jager bringt ERC Starting Grant an die Uni

Mit rund 1,5 Millionen Euro pro Projekt fördert der Europäische Forschungsrat über die ERC Starting Grants grundlagenorientierte, bahnbrechende Spitzenforschung im EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizont 2020.

Grafik: Benedikt Bergenthal

 

 

 

Prof. Dr.-Ing. Tibor Jager wurde damit 2018 für sein Projekt „REWOCRYPT – Theoretically-Sound Real-World Cryptography“ ausgezeichnet. Diese prestigeträchtige EU-Förderung hat er mit an die Bergische Universität gebracht: Seit Herbst ist Jager dort Professor für IT-Sicherheit. Seine Projektgruppe ist nun etabliert und nimmt ihre Arbeit auf.

Das bis März 2024 laufende Vorhaben ist methodisch an der Schnittstelle von theoretischer und praktischer Kryptographie angesiedelt. Zusammen mit seinem Team befasst sich Jager mit sicheren Kommunikationstechnologien für eine zunehmend vernetzte Gesellschaft.

Das Projekt erarbeitete neue Techniken zur Konstruktion und Sicherheitsanalyse von kryptographischen Verfahren.

„Durch die zunehmende Digitalisierung entstehen zwar innovative neue Möglichkeiten, gleichzeitig steigt aber auch das Risiko von Sicherheitslücken“, erläutert Tibor Jager und ergänzt: „Es werden also dringend neue Mechanismen benötigt, deren Sicherheitseigenschaften deutlich über klassische Anforderungen hinausgehen. Das Projekt schafft eine wissenschaftliche Grundlage dafür.“

Das Thema IT-Sicherheit ist durch verschiedene Grundlagen- und Vertiefungsvorlesungen auch ein integraler Bestandteil des Informatikstudiums an der Bergischen Universität.

„Unsere Studiengänge zeichnen sich durch ihre Anwendungsnähe und die Vermittlung von soliden fachlichen Grundlagen aus. Unsere Absolvent*innen sollen die Digitalisierung durch ihre Ideen mitgestalten können. Dass IT-Sicherheit und der Schutz von Privatsphäre dabei von Anfang an mit berücksichtigt werden, ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass das positive Potenzial auch nachhaltig genutzt werden kann“, so Jager.

„Aus strategischer Sicht trägt das Großprojekt überdies zur weiteren Entwicklung der Wuppertaler Informatik bei“, erklärt Prof. Dr. Michael Scheffel, Prorektor für Forschung, Drittmittel und Graduiertenförderung.

www.itsc.uni-wuppertal.de

 

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