30. Mai 2017

Alle Jahre wieder: Nicht genügend Kindergartenplätze

Es ist eine wiederkehrende Problematik: Auch in diesem Jahr gibt es nicht genügend Kindergartenplätze für alle Kinder. 

Die Situation ist dieselbe wie im vergangenen Jahr. Das Angebot der Wuppertaler Kindergartenplätze unterliegt in enormen Maße der Nachfrage.
Die Stadt hat zwar 1.000 neue Plätze geschaffen, diese allerdings lediglich innerhalb der letzten 5 Jahre. Das ist entschieden zu wenig. 

Dabei sind die demographischen Entwicklungen der Stadt eigentlich sehr positiv und sollten besonders dringlich unterstützt werden. Es sind viele Kinder der Altersgruppe von einem bis sechs Jahren zugezogen und die Geburtenzahlen sind zudem gestiegen. Bei einer grundsätzlich alternden Gesellschaft sollte daher erst recht in die jungen Generationen investiert und konstruktiv auf sie eingegangen werden.
Dazu kommt noch die veränderte Nachfrage, insbesondere von Eltern mit jüngeren Kindern, die zu einer Knappheit von Kindertageseinrichtungen führen. 

Besonders unter der Knappheit leiden Kinder aus den bildungsärmeren Schichten, die durch den Kontakt mit anderen Kindern und ausgebildeten Erzieherinnen bessere Chancen für ihre Entwicklung bekommen können und durch den Kindergarten bereits auf die Schule vorbereitet werden. 

Alternativen bieten Tagesmütter oder freie Träger. 
„Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass die Eltern ihr Kind in einer Einrichtung unter freier Trägerschaft betreuen lassen. In einigen Stadtbezirken gibt es noch freie Plätze für Kinder ab zwei oder drei Jahren. Wenn platzsuchende Eltern keinen wohnortnahen Betreuungsplatz für ihr Kind finden sollten, können sie entweder auf Kindertageseinrichtungen in anderen Stadtbezirken oder auf andere, gleichwertige Betreuungsformen wie die Kindertagespflege ausweichen“, so die Stadtbetriebsleiterin Cornelia Weidenbruch.

Neben einem Absageschreiben, welches die Eltern in der nächsten Zeit erhalten, wenn sie keinen Platz für ihr Kind bekommen haben, bekommen sie eine Übersicht, aus der hervorgeht, in welchen Einrichtungen noch freie Plätze vorhanden sind. 

Für das nächste Jahr sind zwar noch weitere 600 Kindergartenplätze geplant, doch trotzdem weist die Stadt alle Eltern daraufhin, sich frühzeitig über das Angebot in den Stadtbezirken zu informieren und sich schnell in der Wunscheinrichtung anzumelden. 

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