23. November 2015

Begegnungsstätte Alte Synagoge Deportation Dr Ulrike Schrader Ghetto Islandufer Juden Stadtsparkasse Wuppertal

„Nächsten Sonntag ziehen wir nach Litzmannstadt“ – Wuppertaler Juden im Ghetto Lodz

Foto: Archiv Begegnungsstätte Alte Synagoge

Am Donnerstag, 26. November 2015, schildert Dr. Ulrike Schrader in der Begegnungsstätte Alte Synagoge Wupperta, wie die Juden und Jüdinnen aus Wuppertal die Tage vor und nach der Dportation erlebten und was mit ihnen geschah.

Als 1941 mit dem Transport aus Wuppertal eine große Deportationsaktion und damit der Auftakt zur Ermordung der Juden aus Deutschland begann, war auch die Wuppertalerin Beatrice Inow betroffen. Zwei Tage bevor sie, ihr Ehemann Max und ihr Schwager am 26. Oktober mit weiteren 190 Juden aus Wuppertal in das Ghetto Lodz deportiert wurden, schrieb sie die folgenden Zeilen:

„Nächsten Sonntag ziehen wir nach Litzmannstadt (Lodsch) mit vielen Bekannten. […] Sobald wir unsere neue Adresse haben, schreiben wir Euch. Gustav fährt auch mit, u. so muss ich den ganzen Haushalt auflösen. Der Winter steht vor der Tür und wir nehmen viele warme Sachen mit. Max sagt immer bis zum Sommer brauchen wir nicht zu sorgen. Wir sind sehr optimistisch.“

Wenn Dr. Ulrike Schrader, die Leiterin der Begegnungsstätte Alte Synagoge am Donnerstag, 26. November 2015, einen Vortrag über das Schicksal der deportierten Menschen hält, wird anhand biografischer Zeugnisse geschildert, wie die Juden und Jüdinnen aus Wuppertal die Tage vor und nach der Deportation erlebten und was mit ihnen im Ghetto Lodz geschah.

Der Vortrag ist Begleitprogramm zur Ausstellung „Deportiert ins Ghetto“ in der Stadtsparkasse Wuppertal und findet um 19:30 Uhr in der Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal statt. Der Eintritt kostet drei Euro.

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