19. November 2015

Deutsche Meisterschaften DKM DSV Schwimmen Schwimmoper

Deutsche Kurzbahnmeisterschaften in der Schwimmoper

©Stefan Schurr/fotolia.com

Vom 19. bis zum 22. November wird die Schwimmoper zum bereits 6. Mal Schauplatz der nationalen Titelkämpfe im Schwimmen. Dabei hat die Deutsche Kurzbahnmeisterschaft (DKM) in der olympischen Saison einen besonderen Charakter.

Fast 700 Athleten aus ganz Deutschland erwartet Wuppertal in den nächsten Tagen. Darunter das gesamte Gros der deutschen Schwimmlandschaft: „Alle Top-Athleten sind aktuell gesund und werden nach heutigem Stand bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal an den Start gehen. Uns erwartet ein sehr hochkarätiges Teilnehmerfeld!“, so Henning Lambertz, Chef-Bundestrainer des DSV (Anm. d. Redaktion: die dreifache Titelverteidigerin Sarah Köhler (Frankfurt) hat gestern ihre Teilnahme an der DKM abgesagt. Via Facebook erklärte sie: „Aus gesundheitlichen Gründen wird für mich die diesjährige Kurzbahnmeisterschaft ausfallen.“ Sie sei zwar halbwegs fit, aber nach Absprache mit ihrem Trainer habe sie beschlossen sich vorerst zu schonen, um nicht den Weg nach Rio zu gefährden). 

Für die DSV-Asse geht es in der olympischen Saison aber nicht nicht nur um Edelmetall, sondern auch um die Qualifikation für die Kurzbahn-Europameisterschaften in Netanya/Israel (2. bis 6. Dezember 2015). Gleichzeitig sind „Die Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften in Wuppertal eine Standortbestimmung zum Abschluss des ersten Makrozyklus in der olympischen Saison“, so Lambertz, der Chef-Bundestrainer des DSV. „Die Athleten vergleichen ihre Zeiten mit denen der letzten Jahre und feilen mit ihren Heimtrainern in den kommenden Monaten an den gewonnenen Erkenntnissen. Aus diesem Gesichtspunkt ist eine Deutsche Kurzbahn-Meisterschaft als Vergleichspunkt ein wichtiger Schritt Richtung Rio!“

Mit dabei sind u.a. der aktuelle Weltmeister über 200 m Brust, Marco Koch (Darmstadt), sowie der der WM-Dritte und Weltrekordhalter über 200 m und 400 m Freistil, Paul Biedermann (Halle/Saale). Der 29-jährige 41-malige Deutsche Meister hat über 200 m Freistil und 400 m Freistil gemeldet, Koch über alle drei Bruststrecken (50,100 und 200 m) sowie über 200 m und 400 m Lagen.

Auch die WM-Vierte über 200 m Schmetterling, Franziska Hentke (Magdeburg), geht an den Start – ebenso wie alle anderen deutschen WM-Finalisten: Jenny Mensing (Wiesbaden), Alexandra Wenk (München), Clemens Rapp (Heidelberg), Hendrik Feldwehr (Essen) und Jacob Heidtmann (Elmshorn). Hinzu kommen Weltrekordler Steffen Deibler (Hamburg), Vize-Europameister Christian Diener (Potsdam), der EM-Dritte Jan-Philip Glania (Frankfurt) und die Bronzemedaillengewinnerin der Kurzbahn-Weltmeisterschaften von 2014, Dorothea Brandt (Essen).

Zwei weitere, den Wuppertalern womöglich bekannte Athleten, dürften die mehrfache deutsche Meisterin und Weltcup-Siegerin Theresa Michalak (Wuppertal) und Christian vom Lehn (Essen) sein. Der mehrfache Jugend- bzw. Junioren-Europameister, sowie zweifacher Deutscher Meister in der offenen Klasse und Bronze-Medaillengewinner bei den Schwimmweltmeisterschaften ist gebürtiger Wuppertaler und schwamm bis 2012 für die SG Bayer Wuppertal / Uerdingen / Dormagen.

Um für die Europameisterschaften Anfang Dezember nominiert zu werden, gelten anspruchvolle Voraussetzungen. So schaffen nur die Deutschen Meister und Vizemeister den Sprung ins EM-Team. Unter bestimmten Bedingungen können aber weitere Athleten des Perspektivteams des Chef-Bundestrainers nominiert werden. Das letzte Wort behält sich der DSV vor.

Die DKM beginnt heute Nachmittag mit den Entscheidungsläufen über die 400 m Lagen, 800 m Freistil der Damen und 1500 m Freistil der Herren. Bis Sonntag haben die Athleten dann die Möglichkeit sich ihr Ticket nach Israel zu erschwimmen.

Die Stadtzeitung wünscht allen Athleten viel Erfolg und einen fairen Wettbewerb.

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