4. November 2015

Ort veranstaltung

„Konkret zu Abstrakt“ im ORT

Am Samstag, 14. November, 20 Uhr bringt das Live-Trio „Konkret zu Abstrakt“ elektroakustische Musik auf die Bühne im ORT, Luisenstraße 116.

Im Grenzbereich zwischen Komposition und Improvisation entsteht aus Klängen von Schlagzeugen und Spielzeugen, Computern und Musikinstrumenten wie Mandoline und Kleine Grüne Plastiktrompete zusammen mit der Opernstimme von Madame Laclaque ein neuer Musikstil: „Electroacoustic Dada Jazz“.

Madame Laclaque’s Mezzosopran surft zwischen Koloratur und Arie, Dada-Lauten und geheimnisvollem Geflüster. Ralf Haarmann loopt und manipuliert live seine Melodikas, Luftballons, Mandolinen, Geigenbögen, Klanghölzer, Fundsachen sowie die Stimme von Madame. Frank Niehusmann spielt ein Elektro-Schlagwerk, das auf Klänge von Industriemaschinen, Jazz-Riffs, und elektronische Tonfolgen programmiert ist. Mit Dada als Sound-Idee stehen Konkret zu Abstrakt in einer Traditionslinie zur „Ursonate“ von Kurt Schwitters.

Ihre Kraut-Ästhetik erinnert an Can, Amon Düül, Einstürzende Neubauten und Stockhausen-Elektronik. In ihrem Spiel mit dem Chaos findet man bei Konkret zu Abstrakt Verweise auf Sun Ra, Spike Jones oder das Art Ensemble of Chicago. Die Auftritte von Konkret zu Abstrakt sind Kommunikationsabenteuer zwischen drei Künstlern, die im Spannungsfeld zwischen Expressivität und Disziplin, Serialität und Aleatorik jede Form von harmonischer Gefälligkeit oder rhythmischer Gleichförmigkeit ebenso gerne ironisch zitieren wie böse stören und kreativ schreddern können.

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